Andalusien, heiß in Sevilla und kalt in Granada

(031117) Faro, PT -> Huelva, ES

Es war Zeit wieder nach Spanien zu reisen und die nächste Stadt sollte Sevilla werden. Wir wollten es bis dahin schaffen, aber manchmal passieren und ändern sich Dinge ganz zufällig…wie im Folgenden.

Wir haben die Wohnung unseres Hosts verlassen und begaben uns ans östliche Ende der Stadt. Dort nahm uns ein Typ bis nach Olhão mit. Er war eigentlich Kanadier.


Leider fing es dann zu regnen an sodass wir uns für den Zug entschieden, der bis zur portugiesischen Grenze fuhr.
Von dort trempten wir bis auf die spanische Seite, da die Grenze ein großer Fluss ist und nur eine Autobahn drüber geht. Auf der anderen Seite versuchten wir unser Glück an einer Tankstelle neben der Autobahn. Leider haben wir 1h durch die Zeitverschiebung verloren und es wurde immer später und dunkler. Das andere Problem an dieser Tankstelle war, dass meistens nur Autos aus Portugal anhielten, um zu billiger zu tanken ^^.

Nach 2h Warten nahm uns ein Typ wenigstens bis nach Huelva mit. Dort kamen wir um 11 PM an und hatten keinen Plan, wo wir die Nacht bleiben sollten. So entschieden wir uns für einen Weg, den auch ein Typ aus Polen, den wir in Lissabon getroffen haben, gegangen ist. Wir haben uns ein schönes Schild gebastelt mit der Aufschrift, “BUSCAMOS CAMA” (Wir suchen ein Bett).
Wie das hier…

Wir schlenderten durch die Stadt, um Straßen mit Menschen zu finden. Nach 20 Minuten hielten wir an einer Tür an, damit Leute die Chance haben, zu uns zurück zu kommen, wenn sie über die Situation nachgedacht haben. Keine Ahnung ob das funktioniert und wie die Leute reagieren werden. Die Reaktionen waren unterschiedlich und interessant zu beobachten. Meistens konnte man schon erahnen, wie die Leute reagieren, wenn man sie nur anschaut. Letztendlich kamen zwei Mädels vorbei und machten uns nahmen uns mit. Wir verbrachten den Abend mit ihnen und trafen immer mehr Leute. Am Ende waren wir eine große Gruppe und alles Ersasmusstudenten. Die Art von Menschen die großzügiger nicht sein könnten (:

(041117) Huelva, ES -> Sevilla, ES

Die Nacht war vorbei und wir suchten uns ein schönes Plätzchen zum Trempen. Scheinbar einen guten Platz gefunden zu haben wollte uns einfach niemand nach Sevilla mitnehmen. Die Leute in Andalusien sind scheinbar zu schüchtern. Also buchten wir eine direkte Fahrt mit Blablacar bis nach Sevilla. Wir kamen planlos abends an und wollten es wieder mit unserem Schild probieren. Die erste Stelle war zu touristisch sodass wir nach Macarena liefen. Dort gibt es mehr Studenten und es ist das alternative Viertel mit vielen Bars.
Wir hatten wieder Glück und zwei deutsche Mädels gabelten uns auf und nahmen uns mit in ihr Haus, in dem wir auch länger bleiben konnten.
Noch am selben Abend besuchten wir eine Bar, um Leute von Couchsurfing zu treffen und billig Bier zu trinken 😀

Am Tag danach haben nichts weiter gemacht, da wir den kleinen Kater streicheln mussten ^^.

(061117)

Am Abend mit den Couchsurfing-Leuten haben wir einen Typ aus Sevilla kennengelernt der uns heute durch die Stadt geführt hat. Später kamen noch zwei weitere Leute von couchsurfing dazu. Einer der Leute war ebenfalls aus Sevilla und konnte uns eine Menge erzählen.
Hier ein paar Eindrücke von Sevilla.

Plaza de Espana, Sevilla, Spain, 11/2017

 

Plaza de Espana with one of 50 banks, Sevilla, Spain, 11/2017

 

A place I can not remember so far, Sevilla, Spain, 11/2017

 

Las setas or the mushroom that is a viewpoint, Sevilla, Spain, 11/2017

 

Interesting idea of how to power the tram, Sevilla, Spain, 11/2017

 

Torre del Oro, Sevilla, Spain, 11/2017

 

Archaeological Museum, Sevilla, Spain, 11/2017

 

Plaza de Espana, Sevilla, Spain, 11/2017
Nice tapas bar, Sevilla, Spain, 11/2017

Relict of roman columns, Sevilla, Spain, 11/2017
Feeding pidgeons, Sevilla, Spain, 11/2017

(071117) Sevilla, ES -> Granada, ES

Um Heil in Granada anzukommen haben wir wieder eine Fahrt gebucht. Eine Sache die wir nicht berücksichtigt haben war, Granada liegt ca. 740 m über dem Meeresspiegel und nahe der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge Spaniens. Wenn die Sonne weg ist, wird es verdammt kalt.
Es war bereits Abend und wir probierten es wieder mit unserem Schild. Nebenbei haben wir trotzdem geschaut, wie das Hostelangebot ausschaut und entschieden uns eine Münze zu werfen, um eine Entscheidung zu treffen. Zahl stand für Hostel. Die Münze entschied sich für Zahl. Wahrscheinlich auch die bessere Idee 😀
Immerhin waren im Hostel paar coole Leute mit denen wir noch weg gingen. Die Idee mit dem Schild ist ansonsten großartig, da man etwas aus seiner Komfortzone raus kommt und meistens auch tolle Leute trifft (:

 

(081117)

Diesen Tag haben wir genutzt, um durch die Stadt zu laufen. 3h weg von Sevilla und die Umgebung hat sich komplett geändert. Granada hat einen hohen Einfluss durch die Marokkaner, dass man sehr gut sehen kann. Der Name ‘Granada’ bedeutet auf deutsch Granatapfel und ein paar Leute kreieren aus Lehm Granatäpfel, die sie dann verkaufen.

Not the only Shawarma King around, Granada, Spain, 11/2017
Big Moroccan influence, Granada, Spain, 11/2017

Church Santo Domingo, Granada, Spain, 11/2017
Sierra Nevada with Alhambra in front, Granada, Spain, 11/2017
Sierra Nevada, Granada, Spain, 11/2017
Sunset from viewpoint San Nicolás, Granada, Spain, 11/2017
Sierra Nevada, Granada, Spain, 11/2017
Fuente de las Granadas, Granada, Spain, 11/2017
Amazing sunset from viewpoint San Nicolás, Granada, Spain, 11/2017

(091117)

Tagsüber war das Wetter großartig und wir liefen zum Fluss Genil. Von dort folgten wir ihm raufwärts bis wir nicht mehr weiter konnten und zurück zur Straße mussten. Das nächste höhergelegene Ziel war ein Aussichtspunkt. Auf der folgenden Karte sind die Punkte eingezeichnet.

Wir liefen um die Alhambra zu den verschiedenen Aussichtspunkten und die Ausblicke waren atemberaubend. Schaut selbst.

Viewpoint 1, Granada, Spain, 11/2017
Viewpoint 2, Granada, Spain, 11/2017
Viewpoint 2, Granada, Spain, 11/2017
Viewpoint 3, Granada, Spain, 11/2017
Viewpoint 3, Granada, Spain, 11/2017

(101117)

Heute sollte es eigentlich nach Murcia gehen, aber die Dinge haben sich sobran geändert. Also buchten wir eine Fahrt nach Barcelona, da Caro dort großartige Freunde hat. Die Fahrt war allerdings erst ein Tag später. Also verließen wir erst mal das Hostel und gingen chinesisch essen, bevor wir es wieder mit unserem Schild versuchten. Ein großartiges Mädel aus England nahm uns auf. Wieder ein Erasmusmädel. Ich sag ja, sie sind wunderbar (:
Als wir an ihrem Platz ankamen war es eines dieser Caves, die du aber mieten kannst. Die Caves in denen man umsonst leben kann sind weiter oben. Trotzdem war es eine coole Erfahrung. Ich habe keine Fotos gemacht, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Wir hatten keine Ahnung wie die Nacht noch ausgehen würde. Möglicherweise haben wir uns vom chinesischen Essen etwas weg geholt da sich unsere Körper komplett umgedreht haben und ich krank wurde. Es war die krasseste Nacht bisher. Erst nachdem ich der Natur das chinesische Essen wieder gebracht habe ging es mir etwas besser.

Es war eine intensive Erfahrung die man schwer nachvollziehbar erzählen kann. Wenn man nicht in seiner gewohnten Umgebung ist und krank wird, fängt man an die Dinge anders zu sehen und schätzt alles noch viel mehr.

 

(111117)

Die Nacht war vorbei und die Sonne kam wieder raus sodass es endlich wieder wärmer wurde. Ich konnte mich etwas erholen bis zum Abend. Unsere Fahrt ging um 7 PM. Die Rucksäcke waren gepackt und es ging hoch zum Treffpunkt auf den Berg.

Der Weg zur San Miguel Kirche war tödlich. Wir dachten wir überleben den Aufstieg nicht. Natürlich, wir haben kaum etwas gegessen und hatten keine Energie. Als wir oben ankamen mussten wir noch etwas warten. Dann kamen zwei große Vans an. Ein Pärchen, das auch auf einem Roadtrip war. Wir fuhren bei dem Mädel mit…

FORTSETZUNG FOLGT…


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