AWAKEN Travel Experience – Exploring Teil II

Dies ist der zweite Teil der Awaken-Travel-Experience. Falls ihr den ersten Teil noch nicht kennt, gelangt ihr hier direkt zu ihm. In der letzten Woche ging es nochmal hoch hinaus und gleichzeitig blickte ich in den Abgrund. Wir fuhren Richtung Süden bis nach Latacunga und Banos. Von beiden Orten ging es jeweils zu anderen Abenteuer.

Tag 8 – Zum Mittelpunkt der Erde

Hier passieren echt verrückte Dinge. Die Sonne scheint einem mittags fast senkrecht auf die Birne und Wasser dreht sich mal so und mal so herum. Was ist da los?

Mitad del Mundo (Die Mitte der Erde) ist ein errichtetes Monument am Äquator in San Antonio de Pichincha ca. 23 km nördlich von Quito. Es wurde vor ca. 300 Jahren aufgrund einer französischen Expedition errichtet und bestimmt auf 240 m genau die Mitte der Erde [1]. Mit heutiger GPS-Technologie wurde dann der genauere Mittelpunkt ermittelt.

Mit dem Team von Awaken haben wir beide Orte besucht. Erst am richtigen Orte passieren merkwürdige Dinge.

 

Auf dem Gelände des Monuments stehen vier Schilder, die die Entfernung zu verschiedenen Städten angeben. Etwas weit weg von der Muddastadt (Berlin) 😉

awaken
Nur knapp 10k Kilometer nach Berlin 😉

 

Tag 9 – Höhentest auf dem Cruz Loma

Bevor es in den nächsten Tagen in große Höhen ging, wollten wir einmal testen, wie es auf 3950 m ist. Dazu sind wir mit dem TelefériQo auf den Berg Cruz Loma, die Ostseite des Vulkans Pichincha. Leider haben die Wolken den Berg komplett eingehüllt sodass wir nicht lange oben waren, weil es ordentlich geregnet hat. Dennoch haben wir einen ersten Eindruck über noch dünnere Luft bekommen 😀

Am Nachmittag ging es nochmal in die Stadt zum Artesanal Mercado. Dies ist ein großer Markt für Kleidung, Schokolade, Kaffee und vielen Dingen aus der Region. Auch hier gilt wie in den anderen Länder, die ich bereits besucht habe, immer verhandeln…

 

Tag 10 – Cotopaxi und persönlicher Höhenrekord

An diesem Tag verließen wir Quito und fuhren in den Süden nach Latacunga. Doch bevor wir in die Stadt fuhren, ging es auf den Vulkan Cotopaxi, der zweithöchste aktive Vulkan Ecuadors. Zuletzt hat er 2015 gewütet.

Da man nicht mehr als 300 m am Tag an Höhenmeter zurücklegen sollte, sind wir mit dem Auto bis auf 4600 m gefahren. Von dort aus ging es dann zu Fuß bis auf 4864 m zur Hütte Refugio José Rivas. Wir haben etwas über 1 Stunde benötigt und es war wie 8 Stunden im Technoschuppen (dessen Namen ich aus Sicherheitsgründen nicht erwähnen kann :D). Jeder Meter war unglaublich anstrengend und die Luft wurde immer dünner und dünner. Als wir oben ankamen machte sich Serotonin breit. Es war ein wunderbares Gefühl angekommen zu sein (:

Nachdem wir uns in der Hütte aufgewärmt und etwas gespeist hatten, wollten wir aber wenigstens bis zum ersten Schnee. Als dann ein anderer Abenteurer auf seinem Handy sah und bemerkte wie “weit” es noch bis auf 5000 m war, wollten wir unbedingt die 5 km knacken! Es war unglaublich wie sehr uns unser Ehrgeiz nach oben trieb. Und die Luft wurde nochmal dünner 😀

Und dann war es soweit, mit nur noch wenig Luft in der Lunge kamen wir an, auf 5012 m mit sich schlagartig ändertem Wetter. Wir waren so hoch, dass Wolken ständig vorbeizogen und wir somit mal ganz schnell nichts mehr sahen ^^.

Zurückzu machten wir noch kurz Halt an der Lagune Limpiopungo. Die Natur war so unglaublich friedlich und schön dort.

 

Tag 11 – Quilotoa, ein See im Vulkan

Von unserer Unterkunft in Latacunga ging es 2 Stunden zum Quilotoa Vulkan. Um zum Vulkansee zu gelangen, muss man ca. 300 m absteigen. Der Weg zog sich auch wie ein Kaugummi, doch seht selbst.

Das Wasser ist durch die Mineralien des Vulkans grün gefärbt, kann sich also auch ändern. Es wird empfohlen nicht darin zu baden, da das Wasser nicht so gesund für die Haut ist. Ein paar Franzosen ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie lößten sich im Wasser auf. (Spaß ;))

Der Weg nach oben war die Höhle. Durch den Aufstieg zum Cotopaxi am Vortag fühlte sich dieser Tag noch schlimmer an. Ich meine, wir waren trotzdem noch auf über 3000 m.

 

Tag 12 – Banos mit Schwung

Von Latacunga aus ging es immer weiter in den Süden nach Banos. Nein, damit sind nicht die sanitären Anlagen gemeint, sondern ein Ort mit vielen Aktivitäten.

Am selben Tag ging es zur Casa del Arból. Dort gibt es nämlich eine Schaukel über einem Abgrund. Wir hatten viel Spaß 😀 Das ARD-Studio aus Mexiko war natürlich auch vor Ort. Sie waren in Ecuador auf der Suche nach der teuersten Schokolade der Welt. Diese gibt es wohl am Flughafen…

Am Nachmittag machten wir uns noch auf den Weg zu einem Wasserfall ungeheurer Kraft, Pailon del Diablo.

 

Tag 13 – Der Abgrund

Am vorletzten Tag durfte sich jeder für eine Aktivität entscheiden. Die anderen 3 Abenteurer entschieden sich fürs Horse-Back-Riding und ich wollte unbedingt von der Brücke springen. Nachdem die anderen vom Reiten zurückkamen, gingen wir zur Brücke San Francisco, was für ein Zufall ^^. Dort wurde ich für meinen Sprung “eingekleidet” und ab ging die Post.

 

Weil es so viel Laune gemacht hat, bin ich gleich nochmal gesprungen 😀 Diesen kann ich euch auch zeigen, zumal er besser ausgeführt wurde. Dieses Gefühl kurz komplett zu fallen, bis das Seil einen fängt ist unbeschreiblich. Für einen Moment wird im Körper so viel Adrenalin freigesetzt, dass man einfach laut schreien muss. Noch Tage nach dem Sprung ging wie ein Elektroschock durch meinen Körper bis in die Zehenspitzen, als ich mich in den Sprung zurück versetzte.

 

Tag 14 – Zurück nach Quito, vorbei an Pelileo Jeans

Auf dem Weg nach Quito sind wir durch eine Stadt names Pelileo gefahren. Dort gibt es eine Straße, an der man links und rechts fast nur Hosenläden findet. Die Stadt produziert Jeans und andere Kleidungsstücke, weshalb man dort preiswert an Hosen kommt. Und man kann sich gewiss Zeit lassen und einige Geschäfte abklappern, bis man sein Schnäppchen gefunden hat.

 

Welch psychische Spuren die zwei Wochen hinterlassen haben

Ich denke die Erlebnisse sprechen für sich. Wir haben viel vom Land gesehen und viel erlebt. Haben Extreme ausprobiert und unsere Körper massiv strapaziert. Die zwei Wochen waren auch anstrengend, haben sich aber sehr gelohnt (: Dieses Jahr gibt es weitere Travel Programs mit Exploring Focus. Falls ihr darauf Lust habt, dann denkt nicht lange drüber nach und macht es einfach! Ihr werdet es nicht bereuen 😉


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