Jetzt und wie es sich anfühlt

In genau einer Woche verlasse ich meine gewohnte Umgebung, in der ich alles habe, alles womit ich mir ein tolles Leben aufbauen könnte. Ich habe hier eine Wohnung, Arbeit und Bildung. Der Weg eines geregelten Arbeitsleben könnte eingeschlagen werden. Es könnte eine Familie gegründet und Geld für die Rente angespart werden. Im Anschluss könnte man mit der vielen Zeit auf Reisen gehen. Der vollkommene Weg?

Aber…ich kann doch auch jetzt überall dahin verreisen, wohin es mich gerade verschlägt?! Wieso sollte ich bis zum Renteneintrittsalter warten? Arbeiten, um Geld zu verdienen, um eine Wohnung zu bezahlen, um Arbeiten zu gehen…auf keinen Fall, in diesen Kreislauf will ich nicht einsteigen…ich will leben!

Ich lebe jetzt, im Hier und Jetzt. Der Moment ist der, der mich glücklich macht. Was nützen die Gedanken an die Vergangenheit oder die Vorstellung einer wunderbaren Zukunft? Mit dem Fokus auf das Jetzt wird der Moment viel intensiver und du fängst an zu leben. Für mich bedeutet das auch, tun und lassen was ich will. Deshalb stürze ich mich in einen Weg der dunkler nicht sein könnte. Ich habe keine Ahnung wohin er führt und was am Ende, falls ein solches existiert, auf mich wartet. Eines weis ich aber sicher, ich werde leben.

Mit dem Ausräumen meiner persönlichen Dinge aus meinem Zimmer musste ich feststellen, wie viel Müll man eigentlich besitzt. So viele unnötige Dinge, die kein Mensch braucht. Ab nächsten Mittwoch werde ich nur noch die notwendigsten Dinge bei mir tragen. Die Dinge, die völlig ausreichend sind fürs Überleben. Man behält den Überlick und weis ganz genau was man besitzt. Der Gedanke daran, mit nur ganz wenig auszukommen, ist sehr reizvoll. Ich werde keine großartige Technik bei mir haben, außer ein Mobiltelefon und eine Kamera (irgendwie müssen die Impressionen festgehalten werden ;)). Ein Computer, der bis dato viel Aufmerksamkeit von mir bekommen hat, wird mich nicht vermissen….ich ihn auch nicht ^^. Weg vom Bildschirm und Medien, die einen nur wahnsinnig machen. Was den bewussten Medienkonsum angeht, habe ich eh schon lange Abstand von genommen. Die Werbung im öffentlichen Raum bekommt man leider trotzdem noch mit.

Viele Gedanken, die einem kurz vorher durch den Kopf gehen. Ich bin gespannt wie sich mein Denken verändern wird und welche Meinungen sich bilden werden. Darüberhinaus es zu schätzen wissen, wo man eigentlich aufgewachsen ist.

Genug gelabert für heute, alle Vorbereitungen stehen kurz vor dem Abschluss und es kann entspannt losgehen (:

Liebreizende Grüße, Lorenz

 


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