Mexiko – Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Eine persönliche Einschätzung und Erfahrungsbericht über meinen Aufenthalt in Quintana Roo, Mexiko. Die Informationen in diesem Beitrag beziehen sich ausschließlich auf die Halbinsel Yucatan. Ich gehe davon aus, dass es in anderen Gebieten Mexikos etwas anders sein kann. Mexiko ist für mich das zweite Land in Zentralamerika und hat mir einen weiteren interessanten Einblick gegeben, was noch in der Welt möglich ist. Dabei berichte ich über das Essen, Fortbewegung, Menschen und die Orte, an denen ich Zeit verbracht habe.

Als Europäer in Mexiko

Für uns Europäer kann es in Mexiko echt günstig sein, wenn man weis wonach man suchen soll. Das Einkommen eines Mexikaners beträgt ca. 400 Peso am Tag, was schon sehr viel ist. Das wäre bei einem Wechselkurs von 1 € = 23 Peso (Stand Januar 2018) ca. 17.39 € !!! Wie überall, kann man viel Geld lassen, wenn man sich zum Beispiel in den Touri-Gegenden aufhält. Da sich dort aber nicht das Local-Life abspielt, meide ich solche Gebiete eher. Ich will schießlich wissen, wie leben und was essen die Einheimischen.

 

Fortbewegung

Die Fortbewegung kann per Taxi, Collectivo oder ADO (Bus) erfolgen, sowohl innerstädtisch als auch außerhalb. Innerhalb von Playa del Carmen kostet es bspw. Pauschal 9 Peso und in Cancun 10 Peso, egal wohin und wie weit man mit dem Collectivo fährt. Unwohlsein hatte ich dabei nicht mit Locals unterwegs zu sein. Die Halbinsel Yucatan gilt und scheint mir persönlich auch sehr sicher, trotz dessen, dass dieses Jahr im Januar bereits 3 Menschen in Tulum abgeknallt wurden. Dabei geht es aber meist um Leute die irgendwo ihre Finger im falschen Business hatten oder durch Neid der anderen ihr Leben lassen mussten. Selbst beim Trempen habe ich mich nicht unwohl gefühlt. In Tulum ist der Strand bspw. 3 km entfernt und da nur eine Straße runterführt, war dies für mich eine gute Möglichkeit.

 

Geschmacklich mexikanisch unterwegs

Ich hatte vorher etwas bedenken, da mein Magen/Darm sehr empfindlich auf scharfes Essen und etwaige Bakterien reagiert, die durch mangelnde Hygiene entstehen. Doch bis dato hatte ich keine Probleme. Womöglich hat mich Kuba gut vorbereitet. Eines meiner Lieblingsspeisen waren Tortas (Sandwiches). Diese kann man mit Pastor, Schwein, Conchinita oder anderem Fleisch bekommen. Dann noch ein paar Zwiebeln/Tomaten und eine heiße Soße drauf. Ach und die Limette nicht vergessen. Hier mal ein Beispiel. Diese Torta kostete umgerechnet ca. 1.17 €. Davon hab ich wirklich sehr viele gegessen 😀

playa del carmen mexiko
Torta Pastor bei Cochiloco in Playa del Carmen

Meistens verkaufen die Foodtrucks in den Straßen Tortas, Tacos und mehr. Dabei sollte man schauen, dass der mobile Laden halbwegs sauber ist und vernünftig rüberkommt. Dann kann man seine Bestellung genießen.

 

Herzliche Menschen

Anfangs war ich immernoch sehr skeptisch und vorsichtig geprägt, als ich in Mexiko ankam. Nachdem ich aber mehr und mehr Zeit in diesem Land verbracht habe und Kontakt mit den Einheimischen hatte, änderte sich mein Befinden. Es machte mich selbst glücklich, wie unheimlich freundlich und gut gelaunt die meisten Mexikaner sind. Nicht selten grüßt man sich auf der Straße, wenn man aneinander vorbeiläuft und stellt Blickkontakt her. Und das mache ich eigentlich immer, wenn mir eine Person entgegenkommt. Auch sind die Mexikaner sehr hilfsbereite Menschen. Sie kommen auf dich zu oder helfen dir weiter, wenn du fragst. Da ich in der Maya-Region war, durfte ich auch ein paar richtige Mayas erleben und sehen. Vor allem in Punta Allem befinden sich waschechte Mayas.
Als ich per Anhalter untwegs war, waren es auch meistens Mexikaner die mich mitgenommen haben.

 

Meine vier Aufenthaltsorte

36 Tage liegen hinter mir, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Für mich ist es definitiv Mexiko (im Vergleich zu den Ländern, in denen ich schon unterwegs war), da man hier seine Träume wirklich verwirklichen kann. Viele Menschen die ich getroffen habe, haben dies nämlich getan. Unter anderem traf ich die Mika, die vor 18 Jahren nach Tulum ausgewandert ist und dort ein Restaurant eröffnet hat. Eine neu gewonnene Freundin Julia, die ebenfalls nach Tulum gezogen ist, um Yoga zu praktizieren. Saber, ein Ägypter der in Amsterdam gelebt hat und nun in Playa del Carmen einen Pizza-Foodtruck baut und daraus ein Franchise machen will. Ach, ich könnte noch weitere tolle Menschen nennen.

Während meiner Zeit in Mexiko bin ich “leider” nicht viel herum gekommen, aber das ist auch nicht schlimm. Ich habe für mich erkannt, dass wenn es sich anbietet, man auch mal irgendwo länger bleiben sollte. Dies war in Playa del Carmen, Tulum und Punta Allen der Fall. Und es war wunderbar. Die Zeit in Mexiko war vorher schon begrenzt, doch ich werde zurückkehren und länger bleiben. Mir ist kein anderes Land bekannt, in dem man ein 180 Tage Visum geschenkt bekommt.

Mir wurde von vielen Orten erzählt, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe und beim nächsten Mal in Angriff nehmen will. Dazu gehört unter anderem Bacalar, Oaxaca, Isla Holbox, Merida, San Cristobal… Mexiko ist so groß, dass selbst 180 Tage nicht ausreichen würden, um das Land komplett zu entdecken.

Noch ein paar Worte zu den einzelnen Stationen. In den Slideshows habe ich Bilder zusammengestellt, über die ich in den einzelnen Absätzen zu sprechen kommen und Dir ein besseres Bild verschaffen sollen (:

 

Playa del Carmen

In Playa war ich eine Woche und in den ersten drei Nächten im Hostel Kaban (Calle 44 Norte) untergekommen. Da es zwei Straßen in Playa mit dem Namen Calle 44 Norte gibt, war ich anfangs natürlich in der falschen Straße. Allerdings habe ich dadurch Saber kennengelernt, als ich ihn nach dem Weg fragte. Stattdessen sind wir ins Gespräch gekommen und er hat hat mir eines der leckersten Tortabuden Playas gezeigt (Cochiloco Calle 44 Ecke 5ta). Es war auch mein erster Snack nach Kuba und es fühlte sich unglaublich an.

Als ich dann im Hostel war, habe ich neue Leute kennengelernt (unter anderem Slavek), mit denen ich dann zwei Cenotes besuchen war. Eine Cenote ist eine Art natürliches Wasserloch und diese sind unterirdisch alle irgendwie vernetzt. Die erste war Cristalino und die zweite Ik-Kil. Letzteres war deutlich spannender. Mit 50 Meter Tiefe sollte man beim Schwimmen nichts fallen lassen.

Die letzten Tage blieb ich dann bei Saber und half ihm bei seinem Foodtruck. In Mexiko fahren viele Leute mit solchen Wagen oder Auto durch die Straßen, um etwas zu verkaufen. Das kann Essen, Gas oder Wasser sein. Jedes Vehikel hat dabei seine eigene Erkennungsmusik und für Sabers Foodtruck habe ich den all bekannten Tequila – Song von den Champs etwas verunstaltet. Statt “Tequila” sagt jetzt eine sexy Stimme “Pizza”!

In Playa war ich auch zurückzu nochmal und blieb mit Slavek und seinen Freunden. Wir waren nochmal an Stränden in Playa, die ich eher empfehlen kann als die Strände, wo direkt die Hotelanlagen davor sind. Besuche doch mal Blue Beach und Punta Esmeralda.

 

Tulum

Tulum…das war der spirituellste Ort, den ich bisher besucht habe. Alle Leute kamen mir irgendwie etwas verwirrt vor. Tulum bedeutet für mich unter anderem Ayahuasca, Yoga, Meditation und Infinite Love Healing. Solch eine Infinite Love Healing Session habe ich mitgemacht. Dabei ging es um das Loslösen von allem Negativen in unserem Körper. Da es für mich das erste Mal war, konnte ich nicht ganz abschalten, jedoch war es interessant. Viel geht über die Atmung. Mein Kopf hat danach geglüht und ich war etwas verwirrt.

In der Zwischenzeit war ich knapp eine Woche in Punta Allen. Was ich dort erlebt habe, habe ich bereits in diesem Beitrag festgehalten. Danach war ich nochmal für ca. anderthalb Wochen in Tulum und ich wohnte bei Mika. In meiner Hängematte. Mittlerweile würde ich diese einem Bett auf reisen vorziehen. Echt nice das Ding. Was noch zu erwähnen wäre, der Rückweg von Punta Allen nach Tulum. Dieser war knapp 4h auf der Ladefläche eines Pickups. Ich saß auf Seilen in der prallen Mittagssonne. Mir war gar nicht bewusst wie lange ich da eigentlich unterwegs war. Die Fahrt entlang am Meer ließ mich unheimlich gut abschalten sodass meine Gedanken einfach davon flogen.

In der Zeit in Tulum habe ich durch Julia noch eine wunderbare Cenote kennenlernen dürfen. Ganz liebe Grüße und danke an dieser Stelle an dich 😉 Des Weiteren waren wir bei Freunden von ihr im Dschungel nahe Coba. Dort sind wir zu einer weiteren Cenote gefahren, mitten im nirgendwo. Es war eine Höhlencenote. Unbeschreiblich, das so etwas exisitiert.

 

Cancun

Meine letzten Tage habe ich in Cancun verbracht. Hier war ich etwas am Strand und im Mercado 23. Das wäre das einzige was ich momentan empfehlen kann. Dort gibts alles, aber billig. Hier kaufen die Händler ein, die dann Süßwaren, Souvenirs oder was auch immer, am Strand oder sonstwo an die Touris teuerer weiter verkaufen.
Ja ich bin auch ein Touri, habe mich aber Dank der Leute die ich getroffen habe überhaupt nicht so gefühlt (:

 

Abschlussbefinden

Die Zeit in Mexiko war sehr mystisch sowie unglaublich entspannt. Wenn ich eines gelernt habe, wie schnell sich Pläne ändern können. Eigentlich wollte ich zum Beispiel nach Bacalar, aber dafür habe ich die wunderbare Höhlencenote gesehen. Dann sollte man nicht dem eigentlichen Plan nachtrauern, auch wenn man das eher wollte, sondern den neuen sponaten Moment genießen (;

Mexiko, ich komme wieder! Schließlich habe ich noch paar Hundert Peso übrig ^^.


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